Die Kinderwagen Testsieger 2015

veröffentlicht am 15. April 2015 in Baby Erstausstattung von

Der Kinderwagen gehört zur absoluten Grundausstattung, wenn man Nachwuchs bekommt. Die Kleinen sollen sich darin wohlfühlen und sicher unterwegs sein. Doch worauf kommt es bei einem Kinderwagen eigentlich an? Diese Frage hat sich auch die Stiftung Warentest gestellt und wie jedes Jahr auch 2015 aktuelle Modelle auf Herz und Nieren geprüft.

Lupo  / pixelio.de

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Worauf kommt es bei einem guten Kinderwagen an?

Bei ihren Tests konzentriert sich die Stiftung Warentest auf Faktoren, an denen man die Qualität eines Kinderwagens zuverlässig ablesen kann. Hierzu zählen:

• die Materialauswahl,
• das Platzangebot,
• der Liegekomfort,
• die Größenverstellbarkeit,
• der Schiebekomfort.

Insgesamt hat die Stiftung Warentest 14 Wagen geprüft. Von ihnen konnten jedoch nur drei im Test überzeugen. Stärken und Schwächen lagen bei den anderen häufig eng beieinander. Unter http://www.kinderwagen.com/testsieger-kinderwagen findet man die komplette Übersicht über alle getesteten Wagen und die Ergebnisse.

Die Materialauswahl – unbedingt auf geringen Schadstoffgehalt achten

Im Test 2010 fielen zehn Wagen wegen zu hoher Schadstoffwerte durch. In diesem Jahr waren es nur noch zwei. Daran erkennt man, dass die Hersteller immer mehr Wert auf Gesundheitsverträglichkeit legen. Negativ fiel hierbei der Bezug des Joolz Day Earth auf. Der Bezug des Kinderwagens enthält polyzyklische Kohlenwasserstoffe (PAK) wie Naphtalin. Diese Substanz gilt als krebserregend. Auch beim Stokke Trailz gibt es Schwächen. Die Weichmacher, die bei der Fertigung der Griffe verwendet wurden, stehen im Verdacht, gesundheitsgefährdend zu sein.

Auf die richtige Größe achten

Da Babys den Großteil des Tages schlafen, ist es wichtig, dass sie während dieser Zeit bequem liegen. Optimal ist eine Liegefläche von 36 x 78 cm. Viele Modelle weisen jedoch deutlich kürzere und schmalere Taschen auf. Manche von ihnen messen in der Breite gerade einmal 30 cm. Manche sind überdies so kurz, dass ein etwas größeres Kind bereits nach vier Monaten mit den Füßen anstößt. Noch enger wird es, wenn das Baby noch einen Schneeanzug und einen Fußsack trägt.

Die Folgen eines zu engen Kinderwagens liegen auf der Hand:

• Babys können sich nicht so gut erholen
• sie schlafen schlecht
• sie sind unruhig
• sie weinen häufiger

Zwar wechseln Kinder zur Sitzeinheit, wenn sie größer werden, doch funktioniert das meist erst ab dem siebten Monat. Vorher ist ihre Rückenmuskulatur noch nicht stark genug, um sie aufrecht zu halten. Die Babys sollten deshalb flach liegen. Auch in der Übergangszeit sollte der Sitz möglichst flach gestellt werden. So können sich die Kleinen langsam an das Sitzen gewöhnen. Negative fielen hierbei der Bugaboo Cameleon 3 Base, der Joolz Day Earth und der Stokke Trailz auf. Hier ist der Sitzbereich auf einen Winkel von 100° fixiert. Die Kleinen müssen sich dann entweder in die kleine Tragetasche zwängen oder sich zu früh hinsetzen.

Tipp: Genauso wichtig ist die Größe auch bei der Auswahl der Babybetten. Hier sollte man ebenfalls nach flexiblen Modellen Ausschau halten. In diesem Artikel findet man weiterführende Informationen zum Thema.

Auf mitwachsende Taschen und Schiebekomfort achten

Meistens sind die Sitze für Kinder zwischen sechs Monaten und drei Jahren geeignet. Während dieser Zeit legen sie rund 30 Zentimeter an Größe zu. Die Stiftung Warentest hat die Sitze mit den sogenannten „Kinder Kielern“ untersucht. Dabei handelt es sich um Dummys, mit denen sich die Sitzeigenschaften genau testen lassen. Dabei kam heraus, dass manche Sitze zu tief sind.

Lisa Schwarz  / pixelio.de

Lisa Schwarz / pixelio.de

Häufige Probleme dabei:

• kleine Kinder brauchen sitzverkleinernde Kissen

• für große Kinder sind die Rückenlehnen zu kurz
• Kopf ragt unabgestützt über die Lehne hinaus

Tipp: Beim Kauf eines Kinderwagens sollte man darauf achten, dass man sowohl die Rückenlehne als auch die Fußstützen in der Größe anpassen kann. Nur so ist gewährleistet, dass der Wagen während der ganzen Zeit gut passt.

Darüber hinaus müssen natürlich auch die Eltern gut mit dem Wagen zurechtkommen. Hierbei ist vor allem auf die Schrittfreiheit zu achten. Schließlich will man beim Schieben nicht andauernd mit seinen Füßen am Wagen anstoßen. Auch die Schiebehöhe spielt eine Rolle. Bei den meisten Menschen mögen die Standardgrößen ausreichen, aber Eltern mit einer Größe von mehr als 1,85 m müssen den Rücken beugen.

Die Testsieger im Jahr 2015

Im aktuellen Test der Stiftung Warentest standen drei Kinderwagenmodelle ganz weit oben. Hierzu gehören der Teutonia Mistral S Noir, der Camelon von Bugaboo und der Hartan Topline S. Jeder von ihnen zeichnet sich durch eine Reihe von tollen Features aus.

Teutonia Mistral S Noir

  • großzügige Komforttasche
  • mit Schwenkschieber ausgestattet
  • sehr flexibel
  • sehr gute Manövrierfähigkeit
  • hoher Liegekomfort für die Kleinen

Bogaboo Camelon

  • sehr leicht
  • kommt auch mit Bordsteinkanten problemlos zurecht
  • auch auf weichem Sand optimal manövrierbar
  • leicht zusammenklappbar

Hartan Topline S

  • geringste Schadstoffbelastung im ganzen Test
  • komfortable Stofftasche
  • ausgezeichnet mit ENERGY-Siegel und EU-Blume
  • Fokus auf Komfort und Gemütlichkeit
  • hochwertige innovative Matratzentechnologie